Dogo Argentino

Ursprungsland: Argentinien

 

Der Ursprung des Dogo Argentino ist wie der Name schon sagt in Argentinien. Genau in der Provinz Cordoba. Es ist die einzige argentinische Hunderasse.

 

Geschichte

Die Geschichte des Dogo Argentino geht zurück zu den Hundekämpfen des 19. Jahrhunderts. Diese Hunde hiessen damals Alano und Perro de Pelea Cordobes, welche von dem Spanischen Mastiff, dem Bull Terrier, der alten Englischen Bulldogge und den frühen Boxern abstammen und angeblich von Seefahrern nach Argentinien gebracht wurden. Diese Angaben beruhen aber auf Vermutungen und sind nicht definitiv belegbar.

Belegte Dogo Argentino-Geschichte gibt es ab etwa 1920, ungefähr zur gleichen Zeit, als die Hundekämpfe verboten wurden.

1928 setzten sich die Brüder Antonio und Augustin Nores Martinez in den Kopf, diesen Dogo Argentino ähnlichen „Hundeschlag“ zu retten und eine eigenständige Rasse zu züchten.

Sie wählten vor allem sehr helle oder weisse Hunde aus.

Ihr Ziel war es eine Rasse zu begründen, welche für die Jagd in Argentinien geeignet war.

Dass die Jagd in Argentinien nicht vergleichbar ist mit der Jagd in Europa, wird ersichtlich durch die weite des Landes, den undurchdringlichen Urwald  und den dort vorhandenen Wildtierbestand.

Puma, Pecari (kleines wendiges Wildschwein) Wildschweine, Füchse und diverse kleine Raubkatzen. Diese Tiere müssen von den Hunden aufgespürt, gepackt, festgehalten und allenfalls auch erlegt werden.

 

Deswegen hatten die Brüder Nores Martinez für uns Europäer eher unverständliche Zuchtziele.

 

Ein lautlos jagender Hund mit hoher, ausdauernder Nase, kampftriebstark wegen des wehrhaften Wildes, aber kein Raufer, da er mit anderen zusammenarbeiten musste, von weisser Farbe, damit er sich von seinen Gegnern besser abhob. Klein genug, um bullig zu bleiben und im dichten Bewuchs arbeiten zu können, aber gross genug, um schnell und stark zu sein.

Dies erreichten die Brüder Martinez in dem sie die ursprünglichen Hunde mit diversen Rassen kreuzten. Von der englischen Bulldoggen kam der geräumigen Brustkorb, Hartnäckigkeit und stoisches Wesen. Der Boxer brachte ruhige Zuverlässigkeit und leichte Erziehbarkeit.

Um an Schulterhöhe zu gewinnen, verpaarten sie den Hund mit schwarz-weiß gefleckten Deutschen Doggen, der Substanz und Farbe wegen kam der große Pyrenäische Berghund hinzu, er brachte außerdem Widerstandsfähigkeit gegen extreme Wetterverhältnisse.

Zur Förderung des Jagdinstinktes brachte der English Pointer seine feine Nase, das Aufnehmen der Witterung aus der Luft. Die Bordeaux Doggen brachten noch mehr Mut und gleichzeitig Kraft von Kiefer und Körper. Um die Schmerzunempfindlichkeit zu erhalten wurde der Bullterrier eingekreuzt. Dies war, so wird vermutet, ein Fehlgriff mit dem noch Heute in der Zucht gekämpft wird. Eine weiße Bullterrierhündin, welche zur Zucht verwendet wurde, war taub. Taubheit ist bis zum Heutigen Tag ein ungelöstes Problem geblieben. Zuletzt wurde noch der Irish Wolfhound für die Schnelligkeit und Wendigkeit eingekreuzt.

 

1956 starb der Begründer des Dogo Argentino Dr. Antonio Nores Martinez.

 

Am 21.Mai 1964 wurde der Dogo Argentino von der Argentinischen Kynologischen Vereinigung als Rasse anerkannt und von da an wird er in den Registern der Sociedad Rural Argentina (Argentinische Agronomische Gesellschaft) eingeschrieben.

Später, am 31. Juli 1973, wurde er dank der ungestümen Begeisterung und der unermüdlichen Anstrengungen von Dr. August Nores Martinez, dem Bruder des Begründers der Rasse, der dessen Werk fortsetzt, von der Internationalen Kynologischen Vereinigung (FCI) als erste und einzige argentinische Rasse anerkannt.

 


Erscheinungsbild

Charakter / Wesen

Aktivitäten

Der Dogo Argentino ist in seiner gesamten Erscheinung ein mittelgrosser Molosser mit einer harmonischen und ausgewogenen Gesamterscheinung.

Es sind keine Besonderheiten augenfällig. Die Widerristhöhe und die Höhe an der Kruppe stimmen überein.

 

Widerristhöhe :           Bei Rüden :            62 bis 68 cm              ca. 45 Kg

                                 Bei Hündinnen :      60 bis 65 cm              ca. 38 Kg

 

Das Haar ist einheitlich kurz, glatt, weich beim Anfassen und ungefähr 1,5 bis 2cm lang. Das Haar kann je nach Wetter unterschiedlich dick und dicht sein. Ist es weniger dicht scheinen die pigmentierten Stellen der Haut durch. Die Farbe des Fells ist Reinweiss. Um das Auge herum ist ein Farbfleck von schwarzer oder dunkler Farbe möglich dieser darf nicht mehr als 10% der Fläche des Kopfes einnehmen.

 

 

Ein Dogo Argentino erscheint durch seine mächtige Muskulatur, die ruhige Gangart und seine selbstsicheren gezielten raschen Reaktionen wie ein vollkommener Athlet. Er zeigt immer Freude in seinen Bewegungen.

Fröhlich, natürlich, anspruchslos, freundlich; er bellt wenig und ist sich immer seiner Kraft bewusst. Er darf keinesfalls aggressiv sein, ein Charakterzug, der streng unter Kontrolle zu halten ist. Seine dominante Veranlagung verstrickt ihn immer wieder in Kämpfe um seinen eigenen Bezirk, besonders mit gleichgeschlechtlichen Hunden, eine Eigenschaft, die insbesondere bei Rüden auffällt. Auf der Jagd ist er schlau und geräuschlos, mutig und kampfgewöhnt.

 

   

In Europa kommt der Dogo Argentino kaum zum Jagdeinsatz. Falls sein Mensch über die nötige Erfahrung, Ausdauer und Geduld verfügt, kann der Dogo seine Vielseitigkeit als Begleit-, Freizeit-, Familien - oder Fährtenhund unter Beweis stellen.

Er ist kein Hund für Anfänger!

 

Der Dogo Argentino ist ein ruhiger Hund wenn er denn genügend beschäftigt wird.

Eine frühzeitige und intensive Sozialisierung ist beim Dogo Argentino besonders wichtig. Auf eine konsequente und gerechte Erziehung sollte sehr geachtet werden. Sein ausgeprägter Jagdtrieb und sein stures und furchtloses Wesen können sonst schnell zum Problem werden.

Investiert man viel Zeit und Geduld in die Erziehung des Dogos, wird dieser zu einem äusserst liebenswerten, anhänglichen und treuen Begleiter.

 

Seit 2006 wird der Dogo Argentino vom Molosser Club der Schweiz betreut.

 

© by Vero Stocchetti